Deutschland,  Reiseberichte

Raus aus dem Alltag – Urlaub in der Eifel

Ostern, die Zeit, in der Kinder beginnen, sich auf den Osterhasen, die Eiersuche und die Süßigkeiten zu freuen. Wir hingegen fliehen in die Eifel. Flucht vor der lauten Stadt, vor dem tristen Alltag des nine-to-five Jobs, vor den ganzen Schulsachen und vor dem Grau. Keine Autostunde von Köln entfernt, galt es eine anmutige Holzhütte zu erreichen. Inmitten vom Nichts und doch Allem, so versprach es der einladende Text auf dem Ferienwohnung-Vermittlungsportal zwischen den Zeilen: Vor der Haustür die Vulkaneifel, jener Teil der Eifel, der unter Wanderern und Mountainbikern so beliebt sein soll.

Alltag ist Spotify, Radio ist so 90er.

Auf der Fahrt dorthin ringe ich mich noch ein letztes Mal dazu, das Autoradio einzuschalten. Alltag ist Spotify, Radio ist so 90er. So kommt es mir vor, wenn ich mit dem Zeigefinger auf die Vorspulen-Taste auf dem Amaturenbrett drücke. Fast vergesse ich, dass ich den gleichen Knopf am Lenkrad habe. Alltag ist so technisch. Ob ich mich selbst dazu überreden kann, mein Handy im Urlaub beiseite zu legen? Ich bezweifele es. Schon vor der Auffahrt zur Seeterrasse erhaschen wir einen Gesamtblick auf den Berghang. Atemberaubend schön – vor allem für Holzhausliebhaber wie mich. Wir blicken nach links und rechts während wir hochfahren und können noch gar nicht so wirklich glauben, dass uns eines dieser fantastischen Häuser für das Wochenende gehört.

Rieden am Waldsee, das größte selbsternannte Weihwasserbecken der Welt, lädt uns mit seinem stilvoll errichteten Ferienhausdorf inmitten der Natur ein, zur Ruhe zu kommen und dennoch ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten wahrzunehmen. Sei es eine Wanderung auf dem Waldseepfad Rieden (übrigens einer der Traumpfade der Eifel) direkt vor der Haustür, ein Besuch im Lavadome in Mendig oder aber ein Besuch der Klosterabtei bei Maria Laach mit dem Laacher See. Von Rieden aus waren alle genannten Ziele innerhalb von 30 Autominuten erreichbar. Wir haben uns für einen weiteren Traumpfad entschieden, den Monrealer Ritterschlag.

13,7 Kilometer, 508 Höhenmeter und mit einer geschätzten Wanderzeit von 5 Stunden in der Kategorie schwierig. Alle Blasen, Schmerzen und Schweißperlen haben sich gelohnt. Anders als auf der Webseite beschrieben, sind wir in Monreal direkt auf die Löwenburg gestiegen und den Wanderweg in entgegengesetzter Richtung abgelaufen. Wir fanden – so herum war es besser. Erst die Arbeit und am Ende die Belohnung mit einem sanften Abstieg zum Tal. Außerdem bekommt ihr nach jedem schweren Aufstieg die Belohnung auf einem der vielen Riesenbänke euch zu stärken.

Für die Angler unter uns ist das Anglerparadies Barweiler Mühle eine Option. Zu beachten ist jedoch, dass an allen Teichen das Angeln mit Kunstködern (Blinker, Spinner, Wobbler etc.) nicht erlaubt ist. Eine Enttäuschung für mich, denn die Anlage ist wirklich sehr schön gelegen und von vielen Bäumen ummantelt. Für schlappe 28€ (Stand 03/2016) könnt ihr an Teich 1 z.B jagd auf die dicken Forellen machen. Die Strecke von Rieden zur Barweiler Mühle führt übrigens am Nürburgring vorbei. Nur als Nebeninfo für alle Motorsportfans.

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